Ein Schritt
 

 


Barrierefreies Bad Saulgau - Hilfe für Menschen mit Behinderung

oder

"Ein Schritt zum Abbau von Grenzen"


Mit dem Stadtführer Bad Saulgau für Gehbehinderte, Blinde und Rollstuhlfahrer" liegt eine aktualisierte Orientierungshilfe für Menschen mit Behinderung vor, die eine nützliche Informationsquelle darstellt.

Bad Saulgau bietet seinen Besucherinnen und Besuchern attraktive medizinische Einrichtungen, aber auch vielfältige touristische, kulturelle und gastronomische Leckerbissen.

Um möglichst ungehindert und selbstständig viele Ziele in einer Stadt erreichen zu können, muss die Stadt barrierefrei sein. Hier sind es in erster Linie bauliche Lösungen, die einen höheren Freiheitsgrad bedeuten.

Behindertengerecht ist aber mehr als nur „Barrierefreiheit“. Hier sind differenzierte Lösungen gefragt, die die Bedürfnisse von Menschen mit unterschiedlichen Handicaps berücksichtigen. Bad Saulgau nimmt sich auch diesen unterschiedlichen Wünschen verstärkt an. Was für Menschen mit Behinderungen hilfreich ist, kommt im Übrigen oft auch vielen anderen Menschen zugute. Es wird hier zum z.B. auch an Mütter und Väter mit Kinderwagen oder an unsere älteren Mitmenschen gedacht.

Mit dieser Homepage ist nun nach einer kritischen Überprüfung von Einrichtungen ein Stadtführer entstanden, um Menschen mit Behinderung, die nach Bad Saulgau kommen und denen, ddie hier wohnen, den Aufenthalt zu erleichtern.

In den letzten Jahren hat sich in den Bereichen der Stadterneuerung und im Bewusstsein der Planer und Architekten sehr viel getan. Es ist in unserer Zeit selbstverständlich geworden, dass bei Neuplanungen darauf geachtet wird, dass Teile, Räume und Funktionen so angelegt werden, dass sie für alle zugänglich und erreichbar sind.

Es handelt sich bei den Anstrengungen für eine möglichst umfassende Integration aller Behinderten um einen Prozess, der wahrscheinlich nie restlos abgeschlossen sein wird. Bad Saulgau ist zweifellos auf dem richtigen Wege, Menschen mit und ohne Behinderung ein selbstverständlicheres, gemeinsames Beisammensein zu ermöglichen.

Dennoch können auch in der heutigen Zeit Menschen mit Behinderungen und besonders der Rollstuhlfahrer nur unter erschwerten Bedingungen oder gar nicht am öffentlichen Leben teilnehmen, weil sein Umfeld stets vorwiegend auf die Erfordernisse von Nichtbehinderten Menschen eingestellt ist.

Für dieses Ziel ist eine Kooperation zwischen allen maßgeblich Verantwortlichen in einer Stadt unverzichtbar, von den therapeutischen Teams in Kliniken über die Stadtplanung, dem Einzelhandel bis hin zur Gastronomie und Betreibern von Freizeiteinrichtungen.

Ein weiterer Schritt sollte sein, auf diesem Weg zu einer immer größer werdenden Integration der Menschen mit Behinderungen in die soziales Gemeinschaft als deren gleichberechtigtes Mitglied mit allen entsprechenden Entfaltungsmöglichkeiten zu gewährleisten.

Die Homepage gibt die tatsächlichen Gegebenheiten wieder und überlässt jedem Menschen mit Behinderung selbst die Entscheidung welche Einrichtungen er aufsuchen will und kann.

Der Rollstuhlfahrer weiß selbst am besten, welche Gefälle und Steigungen oder Türbreiten er persönlich bewältigen kann. So wurden auch Objekte in diesen Wegweiser aufgenommen, die zwar nach dem ersten Augenschein für Menschen mit Behinderung ungeeignet sind, die aber z.B. ein Rollstuhlfahrer mit Hilfe einer Begleitperson durchaus beesuchen kann.

Die Aufgabe dieses Stadtführers ist nach Ansichten der Stadt Bad Saulgau nicht, eine Vorauswahl zu treffen und damit zusätzlich auszuggrenzen, sondern verlässliche Hilfen als Grundlage für ganz individuelle Entscheidungen zu geben.

 


Stadtgeschichte Bad Saulgau:


 

Fotos: Georg Metzler
 

Bad Saulgau kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Schon der Name der Stadt weist daraufhin. Die früheste Bezeichnung Sulaga oder Sulagun soll keltischen Ursprungs sein und „Ort der Quellgöttin Sul“ bedeuten. Ein keltischer Siedlungsplatz (keltische Viereckschanze bei Bondorf entstand hier um 100 v. Chr.

Als „Sulaga“ wurde Saulgau bereits um 819 erstmals urkundlich erwähnt. Kaiser Ludwig der Fromme, Sohn Karl des Großen schenkte den königlichen Hof und die Kirche in Saulgau dem Kloster Buchau. Um 1235 wurde Saulgau durch den Stauferkaiser Friedrich II zur Stadt erhoben. 1239 werden die erst Bürger der Stadt urkundlich erwähnt. Rudolf I von Habsburg verlieh den Bürgern von Saulgau 1288 das Lindauer Stadtrecht, damit verbunden das Marktrecht für einen Wochenmarkt und drei Jahrmärkte.

Im Jahre 1299 kauften die Habsburger die Stadt für 2.000 Makrk Silber, um so ihre Herrschaft in Oberschwaben auszudehnen. Dem folgte 1300 die Verleihung des Ulmer Stadtrechts durch Kaiser Albrecht. Bis 1806 blieb Saulgau österreichisch. Um 1400 erwarb Saulgau einige Besitzungen außerhalb der Stadt. Die Gemeinde Moosheim wurde z.B. einverleibt – und somit wurde auch der Saulgauer Bürgermeister Vogt von Moosheim.

Zwischen 1406 und 1680 verpfändeten die Habsburger die fünf Donau-Städte Saulgau, Mengen, Riedlingen, Waldsee und Munderkingen an die Truchsessen von Waldburg. Erst 1680 konnten sich die Bürger mit eigenen Mitteln aus der Pfandherrschaft lösen. Mehr als die Hälfte der Einwohnerwurde 1611 durch eine verheerende Pest hinweggerafft. Vor den Toren der Stadt musste ein Pestfriedhof angelegt werden. 1784 wurde dieser ehemalige Pestfriedhof bei der Mooshauptenkapelle, der heutigen Liebfrauenkirche, zum städtischen Friedhof, nachdem man auf Anordnung von Kaiser Josef II den alten Friedhof an der Stadtpfarrkirche aufgelöst hatte.

Im Dreißigjährigen Krieg war Saulgau 1632/34 Winterquartier für schwedische Truppen. Aus dieser Zeit stammt auch die Legende um das Saulgauer „Kreuzwunder“ Wie man sich heute erzählt, versuchte eine schwedische Wache vor der Stadt das alte Kreuz zu verbrennen. Im Feuer hatte dieses Kreuz dann hell aufgeleuchtet, sodass die Schweden eilends die Stadt verließen.

Nach einer Dauer von 500 Jahren wurde Saulgau schließlich 1806 durch Napoleon von Österreich getrennt und dem neu gegründeten Königreich Württemberg zugeteilt.

Im heutigen Rathaus, das zuvor Franziskanerinnenkloster war, richtete man die Oberamtei ein. 1869 wurde Saulgau durch die Inbetriebnahme der Eisenbahnlinie Herbertingen – Aulendorf Bahnstation. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Industriealisierung stark voran getrieben. Die bebaute Fläche von Saulgau wuchs um mehr als das Doppelte.

1947 entstand das Kulturinstitut. Die "Fähre“ auf Initiative des französischen Kreisgouverneurs Coup de Fréjac. Die „Fähre“ ist die traditionsreichste Galerie Oberschwabens. 1986 wurde im „Haus am Markt“ eine ständige Galerie mit Kunst aus Oberschwaben eingerichtet.

1972 wurde der Landkreis Saulgau aufgehoben. Dabei wurden Teile des alten Landkreises den Landkreisen Biberach, Ravensburg und Sigmaringen zugeteilt. Die Stadt Saulgau wurde dem Landkreis Sigmaringen angegliedert.

1977 war für Saulgau ein besonderes Jahr, zum einen wurde mit der Altstadtsanierung begonnen, zum anderen wurde eine schwefelhaltige Thermalquelle, die wärmste und ergiebigste in ganz Baden-Württemberg, erbohrt. 1981 wurde ein Badeprovisorium bei der Thermalwasserquelle eingerichtet.

1983 setzte man den ersten Spatenstich zum Bau des Thermalbades, welches dann am 24.11.1984 eröffnet werden konnte. 1987 konnte schon die stolze Zahl von einer Million Badegästen im Thermalbad verzeichnet werden. Im Frühjahr 1988 begann der Bau der Rehabilitationsklinik im Kurgebiet beim Thermalbad. 1990 konnte die Klinik eröffnet werden.

Ein Jahr später, am 30.04.1989, wurde mit dem Bau der Phsychosomatischen Klinik begonnen, die am 01.11.1990 ihre Pforten öffnete. 1990 wird Saulgau die Bezeichnung Ort mit Heilquellen- und Kurbetrieb zuerkannt. Am 15.05.1996 war Spatenstich für die 3. Kurklinik, eine Mutter-Kind-Klinik, die am 04.10.1997 eröffnet wurde und zwischenzeitlich als Akut-Klinik genutzt wird.

Ende 2010 eröffnete eine weitere Kurklinik, eine Klinik für Frauen mit Suchterkrankungen, ihre Pforten.

 
 
  Es waren 383505 Besucher hier zu Gast - davon heute: 116


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